• „St(r)and des Handwerks“ begeistert auf der Vocatium-Messe

  • Über 550 individuelle Beratungstermine für Handwerksberufe vereinbart

  • 1 Oldenburger Innungen beteiligen sich am Konzept

Einzelne Grüppchen am St(r)and des Handwerks

SDen richtigen Beruf findet man für gewöhnlich nicht am Strand – in Oldenburg schon. Für die Vocatium-Messe in Oldenburg haben sich elf Innungen zusammengetan und ein einzigartiges Konzept entworfen.

Oldenburg, 8. Juli 2026 Sandstrand, Blick aufs Wasser und ein kühler Drink von der Beachbar – was nach Urlaub klingt, gehört an diesem Tag zur Suche nach dem Traumberuf. Mit dem einzigartigen Konzept “St(r)and des Handwerks” haben sich elf Oldenburger Innungen auf der diesjährigen Vocatium-Messe zusammengetan und über 550 individuelle Beratungstermine vereinbaren können.

Interessantes Messekonzept überzeugt

Leerer St(r)and des Handwerks

Noch wartet der St(r)and des Handwerks auf der Vocatium-Messe auf seine Gäste.

Größer, höher, weiter – wer junge Menschen auf einer Ausbildungsmesse überzeugen will, muss oft viel investieren. Auf den deutschlandweit an 70 Standorten stattfindenden Vocatium-Messen sieht das etwas anders aus: Schulklassen werden im Vorfeld vom Organisationsteam besucht und gezielt auf den Messebesuch vorbereitet. Wer das Konzept kennt, weiß: Das ist auch notwendig. Denn die Schüler/-innen geben vorab auf Basis des umfangreichen Ausstellerhandbuches ihre Beratungswünsche zu einzelnen Berufen ab, die sie grundsätzlich interessant finden. Den daraus entstandenen Datensatz beackert eine Soft ware, die sich um die Terminvergabe kümmert.

Sowohl die Aussteller als auch die jungen Messebesucher/-innen erhalten eine Woche vor der Veranstaltung eine durchgetaktete Liste ihrer gebuchten 20-minütigen Beratungstermine. “Das schafft gleichermaßen Verbindlichkeit und das Buhlen um Aufmerksamkeit fällt weg. Hier geht es rein um den Beruf und die Inhalte – das gefällt uns”, erklärt Ricus Dirks, Mitarbeiter der Kreishandwerkerschaft Oldenburg und Verantwortlicher für den Auftritt der 11 beteiligten Innungen.

Kreatives Standkonzept vermittelt modernes Bild vom Handwerk

Zwei Personen im Stehen im Gespräch

Philip Meerpohl (l.) im Beratungsgespräch mit einem Interessenten für den Fleischerberuf.

Insgesamt konnten die elf beteiligten Oldenburger Innungen (Elektro-, Metall-, Baugewerken-, Tischler-, Fleischer-, Straßenbauer-, Kraftfahrzeug-, Maler- und Lackierer-, Zweiradmechaniker-, Fliesen- und Natursteinleger-Innung sowie die Innung für Sanitär- und Heizungstechnik) über 550 individuelle Beratungstermine vereinbaren. “Das sind über 100 mehr als im Vorjahr. Man merkt, dass wir als Handwerk bei der jungen Generation wieder an Bedeutung gewinnen”, freut sich Cehan San, Obermeister der Innung für Sanitär- und Heizungstechnik Oldenburg. Besonders erfreulich: Mit 118 Terminen verzeichnen die Berufe im Bauhauptgewerbe die größte Nachfrage.

“Nur weil erstes Interesse da ist, heißt das nicht, dass diese Karriereoption auch verfolgt wird”, weiß Oliver Brassat, Obermeister der Maler- und Lackierer-Innung Oldenburg. Für die Innungen ist daher klar: Handwerk ist modern, empathisch und kreativ – das muss aber auch so gelebt werden. Ein Resultat dieses Anspruchs ist der Auftritt mit dem St(r)and des Handwerks: “Wir wollten für die persönlichen Gespräche maximale Wohlfühlatmosphäre schaffen und einen Wiedererkennungswert schaffen, um zu zeigen, dass wir all das sind”, erklärt Ricus Dirks.

Form follows function – nicht nur auf der Baustelle

Mann erklärt Jungem etwas im Liegestuhl

Dieter Meyer (l.) klärt über den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers auf.

Das St(r)andkonzept schafft nicht nur Urlaubsgefühle, sondern erfüllt auch wichtige Funktionen: Eine zentral angeordnete Beachbar dient als Verwaltungszentrale, an der die Anwesenheit der jungen Besucher/-innen zunächst protokolliert wird. Zusätzlich sorgt die Versorgung mit einem kühlen Getränk für Wert-schätzung und überbrückt eventuelle Wartezeiten bis der oder die entsprechende Berater/-in (allesamt Personen aus verschiedensten Innungsbetrieben) frei ist. Sitzgruppen aus Liegestühlen tragen das Branding der einzelnen Gewerke und liefern damit eine entspannte Gesprächsatmosphäre. Sonnenschirme und ein sandfarbener Messteppich komplettieren das Bild. “Alles hier erfüllt einen Zweck – wie auf der Baustelle”, erklärt ein Standbetreuer einem Schüler, der den Stand lobt.

Für die Expertise auf dem Stand sorgen die Innungsbetriebe: Arbeitnehmer/-innen und Arbeitgeber/-innen führen die Beratungs-gespräche und stehen mit Erfahrungen aus erster Hand den potenziellen Talenten für Fragen zur Verfügung. Als Leitfaden für das Beratungsgespräch stehen ihnen gewerkspezifische Flyer zur Verfügung, die per QR-Code auf das jeweilige Ausbildungsportal der Innung verweisen. Für den Fall, dass die Entscheidung für einen Beruf vor Ort fällt, bietet die Verlinkung auf das exklusive Bewerbungstool der Oldenburger Innungen, AzubiConnect, eine sekundenschnelle Möglichkeit, um den Kontakt zwischen regional ansässigen Ausbildungsbetrieben und der Interessentin oder dem Interessenten herzustellen.

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